Bewertung

0%

Pro

Der Anschluss von Domains ist problemlos möglich

Unbegrenzter Webspace aus dem Deluxe-Tarif

Große Auswahl an Apps für eine schnelle Installation

Kontra

Serverstandort in Nordamerika oder unspezifisch in der EU

Undurchsichtiges Tarifmodell und Köderangebote

FAZIT

Obwohl der Deluxe-Tarif mit geringen Rabatten und unbegrenztem Speichervolumen attraktiv ist, sind auf den zweiten Blick weder das Preis-Leistungs-Verhältnis noch Service, Support oder Datensicherheit richtig. Der US-Hosting-Riese wird auf dem deutschen Markt nicht Fuß fassen.

Bewertungskriterien

Paketumfang

4/5

Performance

4/5

Sicherheit

4/5

Tarife und Konditionen

4/5

GoDaddy Test

Paketumfang

Neben dem Kerngeschäft des reinen Domain-Hostings umfasst das Produktportfolio des US-Marktgiganten GoDaddy jetzt Angebote für Webhosting, WordPress-Hosting, VPS-Hosting und sogar die Anmietung dedizierter Server. Seit der Übernahme von Host Europe im Jahr 2017 drängt die Gruppe auch auf den europäischen und deutschen Webhosting-Markt.

Neben der Abteilung für Shared Web Hosting bietet GoDaddy eine separate Produktlinie für Business Hosting an. Diese Angebote sind speziell auf den E-Commerce-Sektor zugeschnitten, d. H. Webprojekte, die viel Verkehr und Ressourcen erfordern. Mit diesen Paketen kann eine unbegrenzte Anzahl von Websites eingerichtet werden. Hier geht es jedoch nicht um Shared Hosting, sondern um dedizierte Ressourcenzuweisung. Dementsprechend liegt der Jahrespreis für das kleinste dieser Pakete bereits weit über der 200-Euro-Marke.

Herkömmliche gemeinsam genutzte Webhosting-Pakete richten sich dagegen an private Benutzer, die einfache Websites oder Blogs einrichten möchten. In dieser Produktlinie bietet GoDaddy vier verschiedene Tarifpakete an, die sich in ihrem Funktionsumfang unterscheiden.

Performance

GoDaddy ist einer der wenigen Anbieter, die seine Serververfügbarkeit aggressiv bewerben und seinen Kunden eine Verfügbarkeit von 99,90 Prozent garantieren, was Ausfallzeiten von 8 Stunden und 45 Minuten pro Jahr bedeuten kann. Dies ist im Vergleich zu Wettbewerbern wie One.com, 1 & 1 IONOS oder All-Inkl sehr beeindruckend. Ein SLA-Formular, in dem diese Verfügbarkeit den Kunden tatsächlich garantiert wird, ist jedoch auf der Website des Anbieters nicht frei verfügbar. DomainFactory sorgt hier beispielsweise für deutlich mehr Transparenz. Zum Glück ist ein DDoS-Schutz zum Schutz der Websites vor absichtlich verursachter Verkehrsüberlastung bei GoDaddy garantiert.

Darüber hinaus ist der Anbieter mit umfassenden Informationen zu leistungsrelevanten Kennzahlen geizig. Die Anzahl der Kunden, die sich einen CPU-Kern teilen, und die maximale Laufzeit pro Skript werden beispielsweise nicht erwähnt. Die folgenden Spezifikationen gelten für das Standard- und Deluxe-Paket:

1 CPU
512 MB RAM
100 Eingabeprozesse
Der Anbieter gibt nicht bekannt, ob die angegebenen 512 Megabyte RAM eine RAM-Garantie oder eine unverbindliche Richtlinie sind. In jedem Fall haben One.com oder 1 & 1 IONOS hier mehr zu bieten.

Es sollte jedoch positiv betont werden, dass grundsätzlich eine Skalierbarkeit der Leistung gewährleistet ist. Dies beinhaltet beispielsweise eine bedarfsgerechte Anpassung von CPU und RAM, ist jedoch mit einem Zuschlag verbunden. In diesem Zusammenhang ist der Rat des Anbieters, dass diejenigen, für die die Leistung nicht ausreicht, auf Business Hosting umsteigen sollten, geradezu schlampig.

Datensicherheit und Kundenservice

Ein Datenbanksicherungstool ist in allen Tarifplänen enthalten. GoDaddy berechnet für seine optionale Cloud-Backup-Funktion zusätzlich 2,37 Euro pro Monat. Wenn Sie das Modul erwerben, können Sie alle Ihre Website-Daten einmal täglich in der Cloud speichern und bei Bedarf wiederherstellen.

SSL-frei

Ein SSL-Zertifikat fehlt vollständig im Deluxe-Tarifplan, und GoDaddy erlaubt nicht die Integration von kostenlosen Let’s Encrypt-Zertifikaten, wie sie beispielsweise von webgo bereitgestellt werden. Stattdessen empfiehlt der Anbieter, das GoDaddy SSL-Zertifikat zum Jahrespreis von 83,29 Euro zu buchen.

Null-Transparenz-Politik

Wenn die Informationen zu den verfügbaren Produkten als spärlich bezeichnet werden können, sieht es in Bezug auf transparente Informationen zur Datensicherheit und zum Rechenzentrum nicht besser aus, im Gegenteil: völlig gleich Null. Wo sich das Rechenzentrum befindet, in dem sich die Server mit den gehosteten Daten deutscher Kunden befinden, welche Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, um den Betrieb und die Datensicherheit zu gewährleisten, wird dies auf der Website nicht erläutert.

Laut einer Aussage eines Support-Mitarbeiters ist nicht angegeben, wo sich die Server befinden, auf denen die Daten im Shared Hosting gehostet werden. Die meisten davon befinden sich in Nordamerika, aber Server werden auch in verschiedenen EU-Ländern gewartet. Sie sollten während des Bestellvorgangs vorsichtig sein, da Sie die einmalige Möglichkeit haben, einen unspezifischen Serverstandort innerhalb der EU oder in Nordamerika auszuwählen. Wenn Sie zu einem späteren Zeitpunkt von Nordamerika in die EU ziehen möchten, entstehen unkalkulierbare Kosten. Offensichtlich hält es GoDaddy nicht für notwendig, zukünftige Kunden darüber zu informieren, bevor sie in den Bestellvorgang eintreten. Dies ist ein offensichtlicher Mangel an Transparenz gegenüber dem Kunden.

“Wenn Sie etwas kaufen wollen …” – Der Kundenservice
Insgesamt können wir dem GoDaddy-Support keine gute Bewertung geben. Die Tatsache, dass es weder Chat- noch E-Mail-Support gibt, wäre erträglich, aber selbst telefonischer Support ist nur von 8 bis 20 Uhr verfügbar. an Arbeitstagen. Ein 24/7-Service wird nicht angeboten, geschweige denn eine persönliche Kundenbetreuung. Vielmehr gilt hier das Prinzip “Selbsthilfe”. Schließlich bietet GoDaddy einen kurzen FAQ-Bereich, eine Hilfeseite zu verschiedenen Themen und einen Blog mit Artikeln zu verschiedenen Themen im Zusammenhang mit der Existenz des Webmasters.

Tarife und Konditionen

Die Preise, die neue Kunden auf der Produktseite des Hosting-Portfolios anziehen sollen, entsprechen nicht den dauerhaft gültigen Standardpreisen, wie aus den Informationen hervorgeht, die mit einer Fußnote unter der Rabattanzeige versehen sind. Der interessierte Patient kann die Aufschlüsselung der Fußnote nach einigem Scrollen in einem Popup-Fenster finden, das er durch Klicken am Ende der Seite öffnen kann. Dies erklärt, dass die angegebenen Preise nur für die erste Laufzeit gültig sind und dass sich die Verlängerungspreise – d. H. Die tatsächlich regulären Preise – ändern können. Zumindest zum Zeitpunkt unserer Untersuchung war das Tarifmodell wie folgt:

 

 StarterStandardDeluxeSupreme
Monatspreis regulär4,16 Euro8,92 Euro11,89 Euro20,22 Euro
Angebot bei 36 Monaten2,97 Euro/Monat2,97 Euro/Monat4,75 Euro/Monat10,11 Euro/Monat
Angebot bei 24 Monaten2,97 Euro/Monat3,19 Euro/Monat7,13 Euro/Monat11,89 Euro/Monat
Angebot bei 12 Monaten2,97 Euro/Monat3,29 Euro/Monat8,92 Euro/Monat14,27 Euro/Monat


Abgestufte Rabatte für verschiedene Laufzeitoptionen der ersten Vertragslaufzeit.
Wir wagen es zumindest ein wenig zu bezweifeln, ob GoDaddy seine Tarifstruktur selbst noch sehen kann. Besonders verwirrend ist die Rabattstruktur der Einstiegsangebote: 28 Prozent Rabatt auf Starter, 66 Prozent auf Standard, 60 Prozent auf Deluxe und 50 Prozent auf Supreme. Dies gilt für die erste Laufzeit, sofern sich der Kunde für eine volle Laufzeit von 36 Monaten entscheidet. Die regulären Preise gelten ab der ersten automatischen Vertragsverlängerung. Wenn sich der Kunde dagegen nur für eine Laufzeit von 24 Monaten oder 12 Monaten entscheidet, reduziert sich der Rabatt auf andere, unverständliche, aber manchmal erhebliche.

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