Webhosting Vergleich

Die besten Hoster im Vergleich

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Wir vergleichen, damit Sie Ihren Kauf nicht bereuen! Wie wir vergleichen

Bewertung

5/5
4.5/5
3.5/5
3/5
3/5

Paketumfang

Getestetes Paket

 Professional

 Profi

 PrivatPlus

Premium Webhosting

Medium

Webspace

 100 GB SSD

50 GB SSD

 100 GB

20 GB SSD

 100 GB

Mögliche Projekte

 ∞

 ∞

 ∞

 ∞

 ∞

Anzahl Inklusiv-Domains

1

6

5

1

0

Mögliche Subdomains

10.000

100

250

100

 ∞

Externe Domain hosten

✔

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Traffic Flatrate

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✔

Datenbanken

50

50

25

 ∞

10

Datenbank auf SSD

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-

1GB

✔

Htaccess-Zugriff

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✔

✔

✔

WebDAV-Zugriff

✔

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-

-

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1-Klick-Installation möglich

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✔

CMS-Auswahl

Mailspace aufstockbar

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✔

✔

Tarife und Konditionen

Mindestvertragslaufzeit

1 Monat

12 Monat

1 Monat

1 Monat

1 Monat

Monatlicher Preis regulär

9,99 Euro

9,95 Euro

7,95 Euro

2,59 Euro

6,99 Euro

Geld-zurück-Garantie

60 Tage

30 Tage

30 Tage

30 Tage

-

Verhältnis Preis-Leistung

Konfigurierbarkeit der Pakete

Unsere Testsieger

Leistungsstark und zugleich flexibel präsentiert sich das Angebot von webgo. Der Kunde hat die Auswahl zwischen HDD- und SSD-Hostingpaketen. Jeder Kunde erhält einen eigenen Apache-Webserver und eine zugesicherte Rechenleistung. Dies und der reichhaltige Funktionsumfang spiegeln sich allerdings auch in einem etwas höheren monatlichen Preis wider. Trotzdem reicht es für Platz eins in der Netzsieger-Rangliste wieder.

Ebenfalls hervorragend schneidet der sächsische Anbieter All-Inkl in den Kategorien Leistung, Transparenz und Kundenorientierung ab und sichert sich somit den zweiten Platz im Ranking. Da allerdings der Speicherplatz etwas dürftig ausfällt, kein SSD-Hosting geboten wird, kein Schutz vor DDoS-Attacken vorgesehen ist und das Konzept zur Erstellung und Wiederherstellung von Backups unnötig kompliziert ausfällt, reicht es leider nicht zur Top-Platzierung. Dennoch ist der Name des Providers Programm und vor allem die beiden größeren Tarifpakete enthalten alles, was ein Webmaster von einem Full-Service-Provider erwarten kann.

Auf einem guten dritten Platz landet das Angebot von DomainFactory. Hier überzeugen die große Tarifvielfalt mit Anpassungsmöglichkeiten für alle Kunden und Branchengrößen. Besonders positiv fällt dedr Überlastungsschutz im Falle von Trafficspitzen auf, der von der Konkurrenz unerreicht ist. Negtiv sind hingegen die Beschränkungen auf eine Inklusiv-Domain und ein Domain-SSL-Zertifikat. Das Support-Angebot vermag zu überzeugen und die Transparenz gegenüber dem Kunden ist ebenfalls erwähnenswert.

1. Was ist Webhosting?

Der Traum von der eigenen Internetpräsenz schwebt dank moderner Technik und niedriger Preise selbst für den vielbeschworenen Otto Normalverbraucher nicht mehr in unerreichbaren Sphären. Viele Privatpersonen betreiben inzwischen ihre eigene Website, sei es ein Blog oder eine Seite, die sich ihrem Hobby widmet, um sich und ihre Fähigkeiten zu präsentieren beziehungsweise um ihre Fotos anderen Menschen zugänglich zu machen.

Selbst Interessierte ohne jegliches Vorwissen oder tiefergehende Programmierkenntnisse können mittlerweile eine private Homepage oder einen fachmännischen Online-Shop im Wunsch-Look mit zahlreichen Funktionen kreieren. Prall gefüllte Webhosting-Pakete bieten nicht nur den nötigen Webspace, um Inhalte Besuchern im World-Wide-Web zur Verfügung zu stellen, sondern enthalten darüber hinaus praktische Content-Management-Systeme (CMS) und Homepage-Baukästen, die dem Anwender häufig sogar das Erstellen der eigenen Homepage durch eine kinderleichte Bedienung per Drag-and-drop erleichtern.

Was bedeutet der Begriff Webhosting?

Vereinfacht ausgedrückt liefert das Webhosting Privatpersonen, Institutionen oder Unternehmen den notwendigen Raum, um ihre Webseite zu veröffentlichen, den Webspace. Der Webhosting-Provider stellt die Infrastruktur in Form einer Anlage mit Servern zur Verfügung, welche über den nötigen Speicherplatz und die dauerhafte Anbindung ans Internet verfügt.

Was Sie außerdem interessieren könnte:

  • Homepage-Baukästen
  • Cloud-Server
  • Root-Server
  • vServer
  • Domain-Hosting

Auf eine solche Anlage können Kunden die unterschiedlichen Dateien ihrer Webseite hochladen und dort abspeichern – Befehle, Skripte, Texte, Bilder und Videos ergeben miteinander vernetzt schließlich den Komplettentwurf einer aufrufbaren Webpräsenz. Die dauerhafte Internetverbindung gewährleistet zudem, dass die Webseite jederzeit erreichbar und für Besucher im World Wide Web verfügbar ist.

Selbst hosten oder hosten lassen?

Das Webhosting basiert also auf einem Server, welcher vom Webhosting-Anbieter dazu genutzt wird, die Webseite eines Kunden online zu bringen. Nun könnten sich Kunden die Frage stellen, ob es nicht sinnvoller wäre, einen solchen Server selbstständig zu betreiben.

Prinzipiell steht es jedem frei, dies zu tun. Allerdings hängt hier die Sinnhaftigkeit des gesamten Unterfangens vom konkreten Vorhaben, den vorhandenen Kenntnissen und den verfügbaren finanziellen Mitteln ab. Wer also noch nicht über die notwendige Erfahrung verfügt, einen Server selbstständig einzurichten, die dauerhafte Anbindung an das Internet zu bewerkstelligen oder die Anlage regelmäßig zu warten, sollte lieber auf die Dienste eines professionellen Providers vertrauen.

Weitreichende Programmierkenntnisse stellen eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches eigenständiges Hosting dar, nebst einer hohen finanziellen Investitionsfähigkeit, nicht zuletzt zur Anschaffung einer hochwertigen Infrastruktur. Folgende Gegenüberstellung fasst die Vor- und Nachteile des selbstständigen Hostens zusammen:

Vorteile

  • Flexibilität
  • Unabhängigkeit

Nachteile

  • Hoher finanzieller Aufwand
  • Weitreichende Programmierkenntnisse erforderlich
  • Hochwertige Infrastruktur nötig

Warum „externes“ Webhosting?

Webhosting bietet sich vor allem für all diejenigen an, die ihre Webseiten und Online-Shops ohne höchste Anforderungen der Öffentlichkeit zugänglich machen möchten. Webmaster, die sich nicht mit Fachliteratur und Weiterbildungsseminaren herumschlagen können oder wollen, profitieren zudem von der Erstellung, Wartung und Administration der Homepage beim Webhosting aus einer Hand. Hierdurch sparen sie nicht nur Geld, sondern halten auch den organisatorischen Aufwand gering. Meist bieten Hosting-Provider auch einen Homepage-Baukasten an, womit ganze Internetseiten mit wenigen Mausklicks erstellt werden. Der eigene Blog mit einer ausgefeilten Bildergalerie oder aber die seriöse Business-Seite für kleine Unternehmen und Firmen ist mit der passenden Hosting-Lösung nur mit wenigen Handgriffen realisiert.

2. Welcher Webhoster ist der passende?

In dem vielseitigen Angebot der Webhosting-Provider die passende Lösung zu finden, gleicht der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen. Mithilfe der Beantwortung einiger grundsätzlicher Fragen findet sich aber zügig ein passender Webhoster.

Webspace: Je mehr, desto besser?

Meist ist die Größe des Webspace die erste Zahl, mit der Webhosting-Provider ihre Angebote bewerben. Allerdings enthalten heute bereits Starterpakete meist zehn oder mehr Gigabyte an Webspace, sodass dieser in den seltensten Fällen den limitierenden Faktor darstellt. Selbstverständlich sollte jeder Webmaster vorab überschlagen, welche Dateigröße sein Websiteprojekt voraussichtlich erreichen wird. Texte belegen in der Regel nur wenig Speicherplatz, hochauflösende Fotos wiegen in größerer Anzahl mitunter schwer, Videos sind der größte „Speicherfresser“. Ein CMS selbst benötigt in aller Regel für die Basisinstallation nur 50 bis 200 MB Webspace und nochmals die gleiche Menge für Templates und Plug-ins.

Ist der eigene Bedarf an Webspace noch schwer zu überblicken und handelt es sich um ein stetig wachsendes Projekt, lohnt es dennoch oft, zunächst mit einem kleineren Paket zu beginnen, denn in aller Regel ist es möglich, den Webspace im Nachhinein kostenpflichtig aufzustocken oder flexibel zu skalieren.

Noch HDD oder schon SSD?

Der Trend geht bei zahlreichen Anbietern weg von klassischen HDD-Festplatten (Hard-Disk-Drive) hin zu SSD-Speichermedien (Solid-State-Drive). Der Vorteil der SSD-Variante liegt in der höheren Zugriffsgeschwindigkeit. Doch dafür umfasst der Webspace oft nur die Hälfte des HDD-Festplattenspeichers, den der Webmaster zum gleichen Preis erhalten würde. Hier gilt es also, vorab abzuwägen, ob eine höhere Geschwindigkeit oder ein umfangreicherer Speicherplatz relevanter ist.

Eine Frage der Performance: Welches Projekt und wie viele Besucher?

Verschiedene Website-Projekte weisen verschiedene Anforderungen auf, nicht nur hinsichtlich der Größe des erforderlichen Webspace, sondern auch der Performance der Hosting-Dienstleistung. Ein großes Portal oder ein Online-Shop stellen andere Anforderungen an die Server-Infrastruktur als ein bloßer Text-Blog.

Hierbei handelt es sich also um die zentrale Frage bei der Suche nach dem passenden Hosting-Paket, da sich hieran die Leistungsfähigkeit des Servers knüpft. Privatkunden, die etwa über einen Blog ihr Hobby mit der Weltöffentlichkeit teilen wollen, können auf günstigere Shared-Hosting-Lösungen vertrauen. Wer dagegen mit dem Gedanken spielt, eine professionelle Seite samt Online-Shop aufzuziehen, sollte auf der fundierten Basis einer Besucherprognose entweder zu einem umfangreicheren Hosting-Paket greifen oder VPS-Server, Cloud-Hosting oder sogar dedizierte Server in Betracht ziehen.

Antwortzeit: Wie schnell ist die Seite sichtbar?

Selbst wenn die Ladezeit einer Website stark durch den Webmaster selbst beeinflusst werden kann, sollte der Webhosting-Dienst einen Server mit möglichst kurzer Antwortzeit bereitstellen.

Die Antwortzeit, die wiederum die Ladezeit einer Website mitbestimmt, ist ein essenziell wichtiges Kriterium, um die Besucherzufriedenheit zu erhöhen und damit die Bounce-Rate (Absprungrate) zu reduzieren. Ein Websitebesucher sollte nicht länger als eine Sekunde auf den Aufbau der Website warten müssen. Messbar ist die Antwortzeit beispielsweise über die Kennzahl TTFB (Time To First Byte), die den Zeitraum beschreibt, der vergeht, bis der Browser die ersten Daten vom Server empfängt.

Relevanter als die Kennzahl TTFB ist allerdings die Dauer der Zeitspanne, bis der sogenannte First Contentful Paint erscheint. Das ist ein Element, das dem Seitenbesucher inhaltliche Information liefert und ihn somit „bindet“ bis der Rest der Seite vollständig geladen ist, also beispielsweise ein Text, ein Bild oder eine Überschrift.

Diese Zahl geben Hosting-Anbieter allerdings nicht an, da die Hardware, die Infrastruktur und die Netzanbindung nur Teilaspekte darstellen, die sich auf die TTFB auswirken. Nicht beeinflussbare Faktoren, die ebenfalls die Kennzahl beeinflussen, sind beispielsweise die Anzahl und Größe anderer Webprojekte, mit denen sich ein Webmaster den Shared-Server teilen muss, sowie der Traffic, den diese anderen Projekte umsetzen. Insofern kann die TTFB innerhalb eines gewissen Zeitraums durchaus variieren.

Traffic

Je mehr Besucher eine Seite hat, desto größer ihr Traffic. „Traffic“ bezeichnet das Volumen des Datenverkehrs, also der Summe von Download und Upload. Sendet der Server Daten an einen Empfänger, der die Seite aufruft, ist dies ein Download. Jeder Besucher verursacht also Download-Traffic. Lädt der Webmaster neue Inhalte und Dateien hoch, ist dies ein Upload. Standard sind im Webhosting längst Traffic-Flatrates, sodass dem Datenverkehr kein Limit gesetzt ist.

Folglich ist die exakte Angabe der Ladezeit seitens des Hosting-Anbieters nicht möglich; sie kann für verschiedene Kunden zu verschiedenen Tageszeiten unterschiedlich ausfallen. Es bleibt dem Kunden also nur die Möglichkeit, den Service selbst auszuprobieren. Unser Test gibt einen ersten Anhaltspunkt, ob sich die Ladezeit für ein Beispielprojekt im Rahmen des Akzeptablen bewegt. Allerdings stellt dies keine Garantie dafür dar, dass Projekte anderer Kunden beim jeweiligen Anbieter nicht auch längere oder kürzere Ladezeiten aufweisen werden.

Einige Anbieter setzen bereits standardmäßig auf das HTTP/2-Protokoll, welches die Geschwindigkeit, Sicherheit und Effizienz der Datenverbindung verbessert. Wer nicht nur von schnellen Ladezeiten seines Webprojekts abhängig ist, sondern gleichzeitig auch von den positiven Rankingkriterien dieses Standards profitieren möchte, sollte nach einem Webhosting-Provider Ausschau halten, dessen Pakete HTTP/2 beinhalten.

Aktuell und up to date: MySQL und PHP

MySQL als relationales Datenbanksystem und die freie Skriptsprache PHP bilden gemeinsam das Fundament nahezu jeder dynamischen Website.

Ohne Datenbank ist der Betrieb einer Website nicht möglich. Daher enthalten bereits die kleinsten Tarifpakete mindestens eine MySQL-Datenbank. Bereits die Installation eines Content-Management-Systems bedarf einer Datenbank, allerdings kommen die meisten Webmaster, die eine nicht-kommerzielle Website erstellen, mit wenigen Datenbanken aus. Wichtiger als die Anzahl der Datenbanken ist es, darauf zu achten, dass der Webhosting-Provider stets die neuesten Versionen des Datenbanksystems bereitstellt. Inzwischen ist auch bei Datenbanken der Einsatz von SSD-Speichern üblich, was sich positiv auf die Geschwindigkeit des Datenzugriffs und damit auf die Performance des Webprojekts auswirkt.

Zur Realisierung eines jeden dynamischen Webprojekts benötigt der Webmaster die Skriptsprache PHP (Hypertext Processor). Ohne die Installation einer aktuellen PHP-Version auf dem Webserver ist der Betrieb eines CMS nicht möglich. Der Provider sollte stets dafür Sorge tragen, dass er seinen Kunden die aktuellsten PHP-Versionen in den Webhosting-Paketen zur Verfügung stellt, da nur so die neuesten Plugins fehlerfrei nutzbar sind. In Zusammenhang mit PHP stehen drei zentrale Kennzahlen, die Aufschluss über die Performance eines Hosting-Tarifs geben.

  • RAM: Wie hoch ist die maximale Speicherkapazität, die PHP-Prozesse gleichzeitig in Anspruch nehmen können?
  • Prozesse pro Minute: Wie viele PHP-Prozesse können ohne Wartezeit im Durchschnitt pro Minute abgewickelt werden?
  • PHP-Memory-Limit: Wie viel Speicherkapazität kann maximal von einem einzelnen PHP-Prozess verwendet werden?

Ist die PHP-Performance eines Webhosting-Tarifs zu gering, kommt es zu Verzögerungen beim Laden der Website, vor allem bei höheren Besucherzahlen.

Wie hoch fällt die Serververfügbarkeit aus?

Ganz ähnlich verhält es sich mit der Verfügbarkeit der Webhosting-Server. Webhoster knüpfen an eine höhere und stabile Uptime auch ein gewisses Entgelt. Wer nicht an eine 99,99-prozentige Verfügbarkeit gebunden ist, kann hier getrost den einen oder anderen Euro einsparen. Wer dagegen als Online-Händler ein eigenes E-Commerce betreiben möchte, der kann sich kaum eine regelmäßige Ausfallzeit erlauben. Schließlich könnte mit jeder Minute oder Stunde, während die Internetseite nicht aufrufbar ist, auch ein potentieller Kunde verloren gehen. Eine unzuverlässige Internetseite führt zudem zu einem nachhaltig wirkenden Reputationsverlust.

Jeder Webhosting-Provider wirbt mit einer jährlichen Verfügbarkeit seiner Server von nahezu 100 Prozent. Diese Angabe mag für den unerfahrenen Benutzer zunächst überzeugend wirken, allerdings bedeutet eine Uptime von hervorragend klingenden 99,9 Prozent bereits eine Ausfallzeit von durchschnittlich mehr als zehn Minuten pro Woche.

SerververfügbarkeitDowntime im JahrDowntime pro MonatDowntime pro Woche
99,99 %0:53 Stunden4:19 Minuten1:01 Minuten
99,9 %8:46 Stunden0:44 Stunden10:10 Minuten
99,5 %43:48 Stunden3:39 Stunden50:24 Minuten
99 %87:36 Stunden7:18 Stunden101 Minuten
Je nach Verfügbarkeit des Servers drohen Monat für Monat hohe Ausfallzeiten.

Die angegebene prozentuale Serververfügbarkeit bezieht sich allerdings meist entweder auf einen monatlichen oder jährlichen Zeitraum. Selbst wenn die durchschnittliche Downtime pro Woche bei einer Verfügbarkeit von 99,9 Prozent lediglich 10 Minuten und 10 Sekunden beträgt, kann die reale Downtime durchaus mehrere Stunden am Stück andauern. Denn solange die gesamte Downtime nicht 8 Stunden und 46 Minuten pro Jahr überschreitet, ist das Service-Level-Agreement (SLA) seitens des Hosting-Anbieters erfüllt.

Nur das SLA zählt

Eine hohe angegebene Serververfügbarkeit als reines Werbeversprechen ist im Ernstfall für den Webhosting-Kunden wertlos, da er keine rechtliche Handhabe hat, auf eine bestimmte Erreichbarkeit und gegebenenfalls Kompensation zu pochen. Wichtig ist daher, dass der Provider eine Erreichbarkeit in seinen AGB und im Rahmen eines SLA fest zusichert.

Ein SLA ist ein Rahmenvertrag zwischen Hosting-Kunde und Webhosting-Provider, in dem messbare Kennzahlen der zu erbringenden Dienstleistung festgehalten sind, also beispielsweise Serververfügbarkeit und verschiedene Variablen, die die Performance der Webhosting-Dienstleistung beeinflussen. Das SLA sollte ebenfalls eindeutig regeln, welche Ansprüche der Kunde hat, sollte der Dienstleister die festgelegte Leistung nicht oder mangelhaft erbringen. Vor Vertragsabschluss sollte jeder Kunde das vom Provider vorgeschlagene SLA eingehend prüfen, Webmaster kommerzieller Projekte gegebenenfalls auch auf ein individuelles SLA mit besserer Absicherung pochen.

Je nach Webhosting-Projekt ergibt sich aus einer mangelhaft erbrachten Dienstleistung eine Brisanz unterschiedlich intensiven Ausmaßes. Für einen hochfrequentierten Online-Shop kann eine vermeintlich kurze Ausfallzeit bereits nicht nur Umsatzeinbußen, sondern auch eine Vielzahl von Kundenbeschwerden bedeuten, während sie für den Betreiber eines privaten Blogs oder einer Website eines kleinen Bauunternehmens durchaus zu verschmerzen sein dürfte.

SEO-relevante Sicherheit: SSL-Zertifikate

Im E-Commerce, in dessen Rahmen sensible Kundendaten über die Website eingegeben und übermittelt werden, ist eine SSL-verschlüsselte Verbindung (SSL: Secure Socket Layer) unerlässlich. Doch auch Betreiber von privaten Websites profitieren von der verschlüsselten Verbindung, die Websitebesucher beim Aufruf der Domain mit dem Webserver aufbauen.

Längst gilt das Übertragungsprotokoll HTTPS in allen gängigen Webbrowsern als Standard und nicht verschlüsselte Seiten lösen einen Warnhinweis aus. In den meisten Branchen erkennt Google eine SSL-verschlüsselte Verbindung als Qualitätsmerkmal an und honoriert den Schutz der Websitebesucher und deren Daten mit einem positiven Rankingsignal. War früher die Einbindung von HTTPS-Verschlüsselungen nur für Online-Shop-Betreiber rentabel, rät Google inzwischen explizit allen Webmastern, das Verschlüsselungsprotokoll zu gebrauchen.

Von Webhosting-Tarifen ohne inkludiertes SSL-Zertifikat ist grundsätzlich abzuraten. In vielen Paketen findet sich ein einzelnes Zertifikat, oft auch als „Domain-SSL“ bezeichnet. Weitere SSL-Zertifikate lassen sich manche Anbieter bei Bedarf oft einiges kosten. Zu empfehlen sind daher solche Tarife, die eine „Wildcard-SSL“ oder aber für jede enthaltene Domain jeweils ein SSL-Zertifikat enthalten. Das Wildcard-Zertifikat erstreckt sich nicht wie im Falle des Domain-SSL-Zertifikats nur auf eine Domain, sondern schließt gleichzeitig auch alle Subdomains, die der Hauptdomain untergeordnet sind, mit ein.

Unbedingt sollte die Laufzeit des SSL-Zertifikats unlimitiert sein. Einige Provider bieten nämlich nur ein zeitlich befristetes SSL-Zertifikat, das der Kunde nach einem Jahr kostenpflichtig separat verlängern muss.

Wie umfangreich und wie gut erreichbar ist der Support?

Auch der Umfang und die Verfügbarkeit des Kundendienstes, den der Webhoster zur Verfügung stellt, kann einen starken Einfluss auf die Ausrichtung des eigenen Webprojektes haben. Ausfälle und Probleme sind immer ärgerlich, allerdings haben diese bei einer privaten oder Hobby-Seite meist keine existentielle Bedeutung. Ein bis zwei Werktage Dauer einer Bearbeitungszeit sind hier leichter verkraftbar, als es im Falle einer Business-Seite der Fall wäre. Hier kommt es auf eine große Auswahl an Hilfsdienstleistungen sowie mehrere Kanäle für eine persönliche Kontaktaufnahme zum Webhoster an.

Befindet sich der Server in Deutschland?

Sowohl der Unternehmenssitz als auch der Serverstandort bestimmen die Rechtsgrundlage für die geltenden Datenschutzbestimmungen. Befinden sich beide innerhalb der Bundesrepublik Deutschland, gilt vollumfänglich deutsche Datenschutz-Rechtsnorm. Liegt der Sitz des Webhosters innerhalb der Europäischen Union, gilt europäisches Datenschutzrecht im Sinne der DSGVO. Befindet sich der Unternehmenssitz allerdings außerhalb der EU, beispielsweise in den USA, oder, je nach politischer Sachlage auch in Großbritannien, unterliegen die Daten den im jeweiligen Land geltenden Datenschutzbestimmungen.

Wer Kundendaten im Rahmen des Webhostings auf dem Server speichern möchte, wie es etwa beim Betrieb eines Online-Shops der Fall ist, sollte sich im Sinne der DSGVO vorab erkundigen, welche Serverstandorte der Hosting-Anbieter nutzt.

Kunden, die gerne die Kontrolle über ihre Daten behalten möchten, sollten also optimalerweise einen Webhoster wählen, dessen Sitz und Anlagen innerhalb Deutschlands liegen. Auf diese Weise müssen sie auf keine Ausnahmen achten und sind immer auf der sicheren Seite. Außerdem profitieren sie davon, dass das Webhosting-Unternehmen schnell und unbürokratisch auf Anfragen und Störfälle reagieren kann. Sobald nur einer von beiden Komplexe im Ausland liegt, müssen Webmaster längere Kommunikations- und Reaktionswege in Kauf nehmen und auf jedwede Veränderung der Datenschutzrechte im betroffenen Land achten. Überwachungsmaßnahmen sowie staatliche Anordnungen zur Herausgabe von Daten können sich unter Umständen zügig ändern.

Das Webhosting-Angebot ist riesig und äußerst vielseitig – neben zahlreichen internationalen Webhostern finden sich auch einige aus der Bundesrepublik Deutschland. Hierzu zählen unter anderem:

Host Europe und DomainFactory unterhalten einen Unternehmenssitz in Deutschland und betreiben Serveranlagen in Deutschland, aber auch im EU-Ausland.

Welche Mindestanforderungen sollte jeder Webhosting-Service erfüllen?

Je nach Konzeptionierung der eigenen Webpräsenz ergeben sich unterschiedliche Ausgangsbedingungen für das Webhosting. Wer beispielsweise vor allem Texte der Weltöffentlichkeit präsentieren möchte, benötigt hierfür weniger Webspace und Traffic. Sollen allerdings vorrangig Medieninhalte wie Bilder oder Videos publiziert werden, erhöhen sich diese Anforderungen wiederum.

Weitere interessante Fragen

Je nach individuellen Zielen und persönlichen Anforderungen sollten Webmaster die Hosting-Anbieter auf folgende Fragestellungen hin prüfen:

  • Gelten Einschränkungen zur Anzahl der installierten Programme?
  • Wie viele Websiteprojekte sind umsetzbar?
  • Bietet der Webhoster eine unverbindliche und kostenfreie Testphase an?
  • Wie verhält es sich mit den Kündigungsmodalitäten?
  • Ist es möglich, den gebuchten Tarif zu einem späteren Zeitpunkt aufzustocken oder die Performance flexibel zu skalieren?
  • Welche E-Commerce-Leistungen sind im Webhosting-Paket inbegriffen?
  • Welche Zahlungsmethoden unterstützt der Webhosting-Anbieter?

Um Webmastern die Folgen einer unüberlegten Entscheidung zu ersparen, haben wir folgende Mindestanforderungen zusammengetragen, die ein Webhosting-Paket liefern sollte:

  • 10 Gigabyte Speicher
  • Eine Inklusiv-Domain
  • PHP-Fähigkeit
  • Mehrere MySQL-Datenbanken
  • SSL-Zertifikat
  • 99,9-prozentige Verfügbarkeit
  • Traffic-Flatrate
  • FTP-Zugang

3. Diese Zusatzfunktionen sollten nicht fehlen

Ein vernünftig gewählter Webspace sowie eine aussagekräftige Domain bilden das Grundgerüst für ein erfolgreiches Webhosting-Projekt. Mit Hilfe vieler zusätzlicher Produkte und Funktionen lassen sich das Webhosting-Projekt und der kreative Spielraum bei der Erstellung einer Internetseite ungemein erweitern.

Mit E-Mail-Hosting zu mehr Professionalität

Wer im Besitz einer eigenen Domain ist, kann in der Regel auch personalisierte E-Mail-Adressen anlegen. Hier kommt der Mail-Hoster ins Spiel, welcher den Speicherplatz für E-Mails bereitstellt. Ohne einen eigenständigen E-Mail-Server kann somit auch keine Nachrichtenverarbeitung oder -weiterleitung über eine registrierte Domain stattfinden – kurzum: Ohne E-Mail-Server auch keine eigenständige E-Mail-Adresse.

Das Anlegen personalisierter E-Mail-Adressen dürfte vor allem für Betreiber eines Online-Shops von essentieller Bedeutung sein. Dies wirkt auf Kunden seriöser und professioneller – zumal personalisierte Adressen ein größeres Vertrauen erwecken als die generischen Ergebnisse kostenloser Anbieter.

Der direkte Weg für die Daten: FTP-Programme

Hinter dem Akronym FTP versteckt sich der englische Begriff File Transfer Protocol. Hierbei handelt es sich um ein Netzwerkprotokoll, welches der Übertragung von Dateien über IP-Netzwerke dient. Für die tatsächliche Übertragung wird ein eigenständiger FTP-Client benötigt. Viele gängige Internet-Browser verfügen bereits über einen solchen Client. Der Vorteil einer eigenständigen FTP-Software gegenüber der integrierten Variante ist dessen optimiertes User-Interface, welches in der Regel den browserbasierten Clients fehlt.

Im Zusammenhang mit dem Webhosting kommt dem File Transfer Protocol eine ganz besondere Bedeutung zu, da hiermit Dateien auf einen FTP-Server kostenlos hochgeladen, heruntergeladen, umbenannt oder sogar gelöscht werden können. Ein Webhosting-Paket sollte für private Websites mindestens über einen FTP-Zugang verfügen. Für professionelle Websites, wie beispielsweise die Homepage eines Unternehmens, empfehlen sich mindestens fünf FTP-Zugänge: Je ein Zugang für den Besitzer der Website, den Administrator im Unternehmen, den Designer, den Programmierer und einen Zugang auf Reserve.

Nutzer mit einem eigenen FTP-Zugang profitieren somit von einer sehr schnellen und unkomplizierten Datenübertragung zwischen dem Eingabegerät und dem Webserver. Außerdem gestaltet sich auch die Einordnung und Verwaltung von Dateien innerhalb der bestehenden Verzeichnisstruktur schnell und einfach.

Hier stellen wir fünf beliebte FTP-Programme vor, die User von Webhosting-Diensten zur Datenübertragung nutzen.

FILEZILLA

FileZilla ist eine der beliebtesten Open-Source-FTP-Anwendungen und steht als kostenloser Download zur Verfügung. Das Programm unterstützt die Betriebssysteme von Microsoft Windows, Linux sowie macOS. FileZilla unterstützt dabei die Übertragung von sehr großen Dateien (bis zu vier GB) und garantiert selbst bei einer unvollständigen Übermittlung die Wiederaufnahme des Vorgangs. Weiterhin lassen sich die Upload- wie auch die Downloadgeschwindigkeit individuell regeln. Für mehr Sicherheit ihrer Daten können Nutzer zudem auf eine SSL/TLS- oder SSH-Verschlüsselung vertrauen.

TRANSMIT

Besitzer eines Apple-Produkts können auf das kostenpflichtige Transmit zurückgreifen. Dieses ist nicht nur mit dem macOS-Betriebssystem kompatibel, sondern unterstützt auch die mobile Version für iOS-Geräte. Die Benutzeroberfläche ist an dem typischen Mac-Look orientiert und überzeugt nicht nur optisch, sondern auch funktional. Die Twin-Turbo-Engine garantiert einen sehr schnellen Datentransfer inklusive einstellbarem Bandbreiten-Limit. Auch Transmit setzt sich für die Sicherheit von Daten ein und unterstützt die Verbindungsverschlüsselung via SSL/TLS und SSH – außerdem dürfen Nutzer auch auf die Online-Speicherdienste Amazon S3 und WebDAV zugreifen.

CYBERDUCK

Ein weiteres kostenfreies FTP-Programm trägt den Namen Cyberduck und unterstützt die Windows-Betriebssysteme ab Windows XP sowie MacOS ab der Version 10.7. Mit dieser Anwendung ist der unkomplizierte Verbindungsaufbau zu allen FTP-, SFTP- oder WebDAV-Servern sowie Cloud-Diensten wie Amazon S3, Azure oder OpenStack möglich. Weiterhin steht es Nutzern frei, die Anzahl gleichzeitiger Übertragungen zu limitieren sowie unterbrochene Transfers nachträglich wiederaufzunehmen.

SMARTFTP

Für einen Zeitraum von 30 Tagen testen User SmartFTP kostenfrei, welches sämtliche Windows-Betriebssysteme ab Windows XP unterstützt. Nach Ablauf der Testphase können sich Nutzer zwischen einer Professional- und einer Ultimate-Edition entscheiden. Das Programm unterstützt die Protokolle FTP, FTPS, SFTP sowie die Dienste WebDAV, Amazon S3, Google Drive, Microsoft OneDrive und Terminal Emulator. Selbst die Verbindung zu mehreren Servern ist mit dieser Anwendung möglich – dank FXP auch von Server zu Server.

WINSCP

WinSCP ist ein Open-Source-Programm, welches für Microsoft-Computer ab Windows XP zur Verfügung steht. Die Anwendung unterstützt neben FTP auch SFTP sowie das Verschlüsselungsprotokoll SCP. Die Benutzeroberfläche ist dabei an die bekannte Windows-Ordnerstruktur angelehnt, was der Übersicht und Bedienbarkeit sehr entgegenkommt. Bei dem Verbindungsaufbau zu SSH-Servern profitieren Nutzer weiterhin von einer Verschlüsselung – bereits die Übermittlung von Anmeldedaten erfolgt codiert.

4. Tools zum Bau der eigenen Website

Kunden, die nicht ausschließlich mit SQL-Datenbanken operieren möchten, um ihre Website zu erstellen und deren Inhalte zu verwalten, können auf dem gemieteten Server mittels 1-Klick-Installation ein Content-Management-System (CMS) installieren. Bei manchen Anbietern sind CMS bereits vorinstalliert.

Klassische CMS im Webhosting

Ein Content-Management-System – auch Inhaltsverwaltungssystem oder CMS genannt, ist eine Anwendung, die der gemeinschaftlichen Organisation, Bearbeitung und Erstellung von webbasierten Inhalten dient. Die Arbeitsgrundlage kann dabei auf Text- oder Multimedia-Inhalten basieren.

Der größte Vorteil in der Webhosting-Nutzung von Content-Management-Systemen liegt darin, dass selbst Unerfahrene ohne weitreichende Programmier- oder HTML-Kenntnisse sämtliche Inhalte bearbeiten können. Zusätzlich verfügen viele CMS-Anwendungen über eine grafische Benutzeroberfläche, die eine intuitive Bedienung gewährleistet. Weiterhin dürfen sich Laien über die sogenannte 1-Klick-Installation freuen. Normalerweise ist das Aufspielen eines Content-Management-Systems mit weitreichenden IT-Kenntnissen verbunden – mit der Hilfe einer 1-Klick-Installation ist das gewünschte Programm im Handumdrehen einsatzbereit. Zu den bekanntesten Content-Management-Systemen zählen WordPress, Joomla!, Typo3 und Drupal.

Im Portfolio der verschiedenen Webhosting-Anbieter finden sich neben diesen bekannten Standardsystemen jedoch auch zahlreiche weitere CMS, mit denen die Realisierung verschiedenster Projekte einfach zu bewerkstelligen ist.

WordPress-Hosting

WordPress-Fans können bei einigen Anbietern sogar spezielle WordPress-Hosting-Pakete buchen, die in der Regel günstiger ausfallen als die gewöhnlichen Webhosting-Angebote. Dazu zählen:

  • Host Europe
  • DomainFactory
  • GoDaddy

Bisweilen dient der Titel WordPress-Hosting allerdings lediglich als Etikett, um leistungsschwächere Pakete zu vergleichsweise hohen Preisen zu verkaufen obwohl der Webmaster mit einem normalen Hosting-Paket besser beraten wäre. Ein WordPress-Projekt zu einem günstigeren Anbieter umzuziehen, ist übrigens nicht schwer und sollte keinen Hinderungsgrund für einen Anbieterwechsel darstellen.

Tipp für WordPress-User

Ein genauer Vergleich der Konditionen mit jenen der Standard-Hosting-Pakete, gerade in Zusammenschau mit Webspace-, Performance- und Sicherheitsfeatures, ist vor der Buchung eines Word-Press-Hosting-Tarifes unbedingt anzuraten!

Homepage-Baukästen: Mit Leichtigkeit zur Webpräsenz

Webspace und eine Domain sind nur die halbe Miete – erst vernünftige Inhalte und kreative Konzepte verhelfen einer Internetseite zu großen Erfolgen. Homepage-Baukästen bieten eine intuitive und unkomplizierte Oberfläche, um der Kreativität freien Lauf zu lassen. Sie stellen dabei eine Sonderform von Web-Content-Management-Systemen dar, die auch Laien die Erstellung einer Webpräsenz ermöglichen.

Meist müssen Anwender lediglich eine Designvorlage für ihre Webseite wählen sowie sich auf ein Layout für die Seitennavigation festlegen, und schon kann die neue Internetseite mit Bildern, Texten, Videos oder anderen Inhalten bestückt werden. Zwar verfügen diese Baukästen nur über einen eingeschränkten Funktionsumfang, dies kommt allerdings Anwendern mit geringeren Computer- und Internetkenntnissen aufgrund der übersichtlicheren Anlage und vereinfachten Handhabung zugute.

Online-Shop-Systeme: Der Wegbereiter zum E-Commerce

Im Grunde genommen unterscheidet sich ein Online-Shop-System nur geringfügig von den herkömmlichen Homepage-Baukästen. Meist wird deren Funktionsumfang um einige typische Shop-Funktionen erweitert – hierzu zählen unter anderem:

  • Anlegen von Produkten und Preisen
  • Warenkorb
  • Einrichten von Versandkosten
  • Verschiedene Zahlungsmöglichkeiten
  • Such- und Filterfunktion für Produkte

Die Vorteile eines Online-Shops sind vielfältig. Eine digitale Ladentheke ist an keine gesetzlichen Öffnungszeiten gebunden, auch spielt die Entfernung zum Kunden nur eine untergeordnete Rolle, da zahlreiche Logistikunternehmen die Zustellung der Ware an den Kunden bereits in wenigen Werktagen garantieren. Auch lassen sich die laufenden monatlichen Kosten gering halten, da durch den Verzicht auf ein physisches Ladengeschäft etwa Mietkosten wegfallen.

Über die Auswertung von Webstatistiken und andere Analysen lassen sich oftmals nicht nur der Online-Shop verbessern, sondern auch die Besucheranzahl über Suchmaschinenoptimierung und Werbung in den Suchmaschinen erhöhen. Zu den bekanntesten Webhostern mit Online-Shop-Systemen zählen etwa die Produkte von DomainFactory, 1&1 IONOS und Host Europe.

5. Die Adresse: Ist die Domain inklusive?

Ein zuverlässiger Webhosting-Anbieter sowie ausreichend Webspace sind die Grundvoraussetzungen für eine Internetseite – doch auch die Domain ist ein nicht zu unterschätzender Faktor des Webhostings.
Stellt das Webhosting im übertragenen Sinne ein Haus oder einen leeren Raum dar, welcher mit Inhalten gefüllt wird, so entspricht der Domainname der Adresse des Hauses.

Bestandteile einer Domain

Jede Website lässt sich durch Eingabe der Domain in die Adressleiste des Browsers aufrufen. Eine Domain besteht aus drei Ebenen, jeweils getrennt durch Punkte, die von rechts nach links „gelesen“ werden müssen:

  • 1. Ebene: Top-Level-Domain (TLD): Domainendung (beispielsweise „.de“ oder „.org“)
  • 2. Ebene: Second-Level-Domain (SLD): Name der Website (beispielsweise „netzsieger“)
  • 3. Ebene: Subdomain: In der Regel ist „www.“ als Subdomain voreingestellt, andere Subdomains kann der Webmaster nutzen, um thematisch oder länderspezifisch voneinander getrennte Bereiche der Website voneinander zu trennen (beispielsweise „blog.“, „wiki.“ oder „shop.“)

Neben „.de“- oder „.com“-Domainendungen bieten Webhosting-Anbieter inzwischen eine Fülle von bis zu 1.000 verschiedenen TLDs an. Da die länderspezifischen TLDs jedoch immer noch die breiteste Akzeptanz und gewisses Vertrauen genießen, sind Webmaster in Deutschland mit einer „.de“-Domain gut beraten. Wer dennoch an ausgefalleneren TLDs interessiert ist, sollte sich zuvor informieren, ob der jeweilige Webhosting-Provider die entsprechende Endung anbietet.

Ist die Domain mit drin? Und wenn ja, wie lange?

Bei Webhosting-Paketangeboten sind meist eine oder mehrere Domains inkludiert. Allerdings kann der Nutzer auch bei einem spezialisierten Domain-Hoster die Domain und bei einem Webhoster die gewünschte Serverkapazität mieten oder eine gegebenenfalls bereits bestehende Domain zum Webhoster umziehen. Doch Vorsicht: Nicht jeder Webhoster erlaubt das Aufschalten von externen Domains! Enthält ein Hosting-Paket keine Inklusiv-Domain, doch erlaubt der Anbieter auch das Aufschalten externer Domains, kann es im Rahmen des Domain-Hostings günstiger ausfallen, die Domain separat bei einem anderen Anbieter zu registrieren.

Weiterhin gilt es zu beachten, dass keine Domain dauerhaft vergeben wird, sondern stets auf eine bestimmte Laufzeit begrenzt ist. Meist beträgt die Laufzeit einer Erstregistrierung ein Jahr, wobei sich diese häufig automatisch verlängert. Ist diese Laufzeitverlängerung im Paketpreis verrechnet, spart der Webmaster bares Geld, denn das separate Zubuchen einer Domain kann, je nach gewünschter Domainendung, relativ teuer werden.

Wie viele Subdomains sind sinnvoll?

Subdomains stehen hierarchisch unter einer anderen Domain. Während eine Domain einzigartig und als solche registriert sein muss, können Subdomains sich in mehrfacher Form vor die bestehende Domain setzen. Suchmaschinen behandeln Subdomains als eine vollkommen neue Domain. Generell dienen Subdomains dem Zweck, die Inhalte einer Seite in verschiedene Kategorien zu unterteilen.

  • https:// tipps.netzsieger.de
  • https://shopping.netzsieger.de

Eine möglichst große Anzahl im Webhosting-Paket inkludierter Subdomains ist also für die Übersichtlichkeit und Auffindbarkeit des Website-Projekts prinzipiell von Vorteil, allerdings lohnt es sich aus dem Blickwinkel der Suchmaschinenoptimierung meist eher, mit Subdirectories zu arbeiten. Eine große Anzahl an Subdomains kann sich für solche Webmaster lohnen, die unter einer Domain thematisch abgegrenzte Unterseiten betreiben oder beispielsweise mehrere Filialseiten einer Institution oder Organisation vorstellen möchten.

Subdomain oder Unterverzeichnis (Subdirectory)?

Da Google Subdomains wie eigenständige Domains behandelt, profitiert unter Umständen die Hauptdomain kaum von einer gut rankenden Subdomain. Daher ist es mitunter ratsam, statt mit Subdomains mit Unterverzeichnissen zu arbeiten, also statt „webhosting.netzsieger.de“ besser „netzsieger.de/webhosting“ zu nutzen.

6. Arten von Webhosting

Wer bereits einen Blick auf das Portfolio von Webhosting-Providern geworfen hat, wird schnell erkennen, dass sich hier unterschiedliche Angebote unter dem Dach dieses Überbegriffes tummeln. Generell lassen sich dabei vier Varianten von Webhosting unterscheiden:

  • Shared Hosting
  • Virtual Server
  • Dedicated Server
  • Cloud-Hosting

Während alle Varianten des Webhostings in einem Serverzentrum des Providers gehostet werden, liegen die Unterschiede vor allem in der vorhandenen Speicherkapazität, der Flexibilität und Kontrolle, den relevanten Vorkenntnissen sowie der verfügbaren Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit. Im folgenden geben wir einen kurzen Überblick über die unterschiedlichen Varianten.

Das Standardprodukt: Shared Hosting

Hierbei handelt es sich um die gängigste und günstigste Form des Webhostings. Dies ist der Service, den Einsteiger von Hosting-Anbietern unter dem Produktnamen „Webhosting“ erwarten können.

Das Projekt befindet sich mit vielen weiteren Webseiten von zahlreichen anderen Kunden auf einem Server und teilt sich mit diesen die Leistung und die Ressourcen, also Speicherkapazität, RAM und CPU der physischen Maschine. Hierdurch teilen sich jedoch auch die Kosten für die Bereitstellung der Server-Ressourcen unter allen Nutzern auf, wodurch sich die vergleichsweise günstigen Preise für diese Variante des Webhostings erklären. Auf der anderen Seite müssen Kunden auf einen Root-Zugriff verzichten und mit einer eingeschränkten Handlungsfreiheit beim Hosting auskommen.

Vor allem Projekte mit moderaten Besucherzahlen sollten auf diese Lösung vertrauen. Trotz der geteilten Hardware sind nämlich voneinander abgeschirmte Projekte unterschiedlicher Kunden ohne Probleme durch verschiedene Partitionen des Festplattenspeichers realisierbar.

Vorteile

  • Kostensparend
  • Kein technisches Know-how nötig
  • Wartung, Reparatur und Updates übernimmt der Webhoster

Nachteile

  • Kein Root-Zugriff
  • Nicht für hohe Besuchermengen geeignet
  • Performanceeinbußen, wenn andere Kunden den Server belasten
  • Eingeschränkte Zugriffs- und Verwaltungsmöglichkeiten

Aufgrund des günstigen Preises ist Shared Hosting vor allem bei Einsteigern sehr beliebt. Doch auch professionelle Websites lassen sich durchaus kostensparend mit diesem Webhosting-Modell betreiben. Zu den beliebtesten Anbietern von Shared-Hosting-Diensten zählen 1&1 IONOS, Host Europe, DomainFactory, All-Inkl oder webgo.

Virtual-Private-Server-Hosting (VPS)

Ähnlich wie auch beim Shared Hosting teilen sich auch beim virtuellen Hosting mehrere Kunden eine physische Serveranlage für das Webhosting. Daher bezeichnet man dieses Hosting-Modell auch als vServer. Allerdings sind die einzelnen Webseiten strikter voneinander getrennt. Jeder Webmaster erhält bei dieser Variante einen festen Ressourcenanteil fürs Webhosting zugesprochen. Jeder Kunde erhält eine eigene IP-Adresse und teilt diese nicht mit anderen Kunden. Diese Form des Webhostings fällt aufgrund der im Vergleich zum Shared Hosting aufwendigeren Struktur folgerichtig auch etwas kostenintensiver aus.

Vorteile

  • Zugesicherte Rechenleistung
  • Sicherheitsarchitektur, Wartung, Reparatur und Updates übernimmt der Webhoster
  • Volle Kontrolle über Root-Zugriff
  • Volle Flexibilität, da eigene Software installierbar

Nachteile

  • Kunde muss bei Serverabstürzen manuell eingreifen
  • Keine eigene Hardware
  • Falsche Einstellungen können System schädigen
  • Teurer als Shared-Hosting-Modelle

Wer ein Mindestmaß an Leistung verlangt und dennoch nicht allzu tief in die Tasche greifen möchte, entscheidet sich für einen virtuellen Server bei seinem Webhosting-Projekt. Virtual-Server-Hosting eignet sich ideal für Website-Projekte mittlerer Größe und für Onlineshops. vServer bieten zum Beispiel die Hosting-Dienstleister 1&1 IONOS, webgo, Host Europe oder GoDaddy.

Dedicated-Server-Hosting

Dedicated Server, im Deutschen als dedizierte Server bezeichnet, sind Server, die für nur einen bestimmten Zweck vorgesehen sind. Damit garantieren sie dem Nutzer die vollumfängliche Kontrolle über die Serveranlage und somit das Webhosting-Projekt. Kunden mieten dabei eine komplette Einheit für ihre eigenen Zwecke, weshalb sämtliche Ressourcen und die komplette Leistungskraft dem Webhosting zu jedem Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Diese Freiheit hat allerdings auch ihren Preis und ist daher vor allem denjenigen zu empfehlen, die die maximale Kontrolle über die Server sowie die größtmögliche Serverleistung benötigen.

Grundsätzlich sind zwei Varianten an dedizierten Servern zu unterscheiden:

  • Managed Server: Der Nutzer erhält den vollen Zugriff auf den Server, die Einrichtung, Wartung und Sicherheit übernimmt jedoch der Hosting-Anbieter.
  • Root-Server: Alle administrativen Aufgaben und die volle Gestaltungsfreiheit liegen in der Hand des Nutzers.

Vorteile

  • Ein Server, ein Kunde, ein Projekt
  • Flexibel auf das Bedürfnis des Kunden abstimmbar
  • Volle Kapazität, keine Ressourcenteilung
  • Jede Server-Software installierbar
  • Volle Administrationsrechte beim Root-Server
  • Sicherer vor Zugriff anderer oder Datenverlust

Nachteile

  • Kostenintensivste Variante
  • Kunde muss Updates selbst durchführen
  • Kunde ist selbst für die Sicherheit des Systems beim Root-Server verantwortlich
  • Nutzer muss bei Serverabstürzen manuell eingreifen und Probleme selbst beheben
  • Längerfristige Bindung an einen Anbieter

Wer Datenserver, Backupserver oder Gameserver möglichst sicher und vor dem Zugriff Dritter geschützt betreiben möchte und über ausreichendes technisches Know-how verfügt, ist mit dem Modell des dedizierten Server-Hosting bestens beraten. Die Inanspruchnahme eines solchen Dienstes lohnt sich für Nutzer, die einen Online-Shop betreiben, mit dem sie Umsätze von mehreren tausend Euro pro Monat erzielen und die entsprechendes Personal beschäftigen, das sich mit der Betreuung der Server befasst. Selbst umfangreiche Internetpräsenzen profitieren von kurzen Ladezeiten, wenn sie auf dedizierten Servern gehostet werden.

Beliebte Anbieter von Dedicated-Server-Diensten sind 1&1 IONOS, All-Inkl, Host Europe, GoDaddy, One.com und webgo.

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